Hockey: 1. Herren mit deutlicher Niederlage zum Jahresauftakt

Dass man den Jahresauftakt gegen den bisher noch verlustpunktfreien Tabellenführer vom Düsseldorfer HC 3 nicht gewinnen würde, war den Viersener Hockeyherren von vorneherein klar. Dass man aber mit 3:16 so deutlich geschlagen wurde und nur zu selten sein eigenes Spiel auf den Platz bringen konnte, war nicht eingeplant.

 

Gegen die erfahrene und gut eingespielte Düsseldorfer Mannschaft hamsterte man sich – trotz aggressivem Pressing in den ersten Minuten – schnell ein 0:3 ein. Das viel beschworene und von Trainern wie Spielern gerne genutzte einfache Spiel war es, was der DHC auf die Platte brachte und wogegen der VTHC kein Mittel fand. Zwar verkürzte Matthias Jansen mit der ersten guten Kreisszene der Gastgeber auf 1:3 und brachte so einen Ruck in die Mannschaft, ebenso fand man nun immer wieder gut die Schnittstellen – aber zu mehr als dem 1:3 führte es nicht. Stattdessen klingelte es zum Ende des Viertels noch zweimal im Viersener Kasten zum 1:5-Zwischenstand.

 

Das zweite Viertel sollte dann das beste Viertel des VTHC in diesem Spiel werden. Man agierte giftig gegen den Ball, spielte sein Spiel und schaffte es so, den Favoriten sichtlich vor Aufgaben zu stellen. Zwar setzte sich im Zweifelsfall die individuelle Klasse der Düsseldorfer durch, aber – auch dank eines sehr gut aufgelegten Vincenzo Parasiliti – es stand zur Pause nur 2:7 (erneut Jansen hatte nach Strafecke getroffen).

 

Diese tat dem Spiel des VTHC aber gar nicht gut. All das, was man sich im zweiten Viertel erarbeitet hatte, schien wieder vergessen zu sein. Offensive kreierte man kaum noch aus eigenen Ballbesitzphasen, sondern eher aus Ballverlusten und Kontern der Düsseldorfer. Diese erhöhten regelmäßig den Spielstand und hatten dabei auch das Glück auf Ihrer Seite, dass immer wieder eigentlich ungefährliche Torschüsse durchrutschten – es war nicht der Vormittag für Viersen.

 

Mats Hasebrink traf im letzten Viertel nach abgefälschtem Ball noch zum dritten Viersener Treffer, da lag man aber schon mit 3:14 hinten. Bis zum Spielende fielen noch zwei Treffer für den DHC, sodass am Ende eine deutliche 3:16-Niederlage auf der Anzeigetafel stand.

 

An diesem Vormittag erreichte – so hart muss man es sagen – keiner der Viersener sein normales Leistungsniveau. Zwar hatte jeder seine guten Aktionen in Angriff und Abwehr, aber auch dem sonst starken Parasiliti rutschten einige haltbare Bälle durch. Nun ist aber Abhaken und neu fokussieren angesagt, die nächsten Spiele werden sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Saison: zuerst in der kommenden Woche gegen den Dritten aus Velbert, danach zuhause gegen den Tabellenletzten vom DSD. Beide Spiele waren in der Hinrunde eng umkämpft, gegen Velbert verlor man mit der Schlussstrafecke, gegen Düsseldorf holte man mit ebendieser noch einen Punkt.

 

Anschlag ist gegen Velbert um 18 Uhr.